Möhren-Kuchen

Eigentlich wollte ich dieses tolle Rezept – entdeckt in der deli von essen und trinken –  an Ostern nachbacken, aber leider haben sich am Ende mehr Kuchenstücke als Kuchenesser angemeldet. Da alle gekauften Zutaten aber lange heiltbar waren, oder für andere Zwecke sich eigneten, wurde das Vorhaben vertagt. Aber die nächste Gelegenheit bot sich schon eine Woche später – eine Familiengeburtstagsfeier: „Klar bringe ich einen Kuchen mit“. Zwar finde ich, dass ein Möhren-Kuche nicht 100% sich für ein Geburtstagskuchen eignet, aber ich stehe nicht auf diese kitschigen, buntgefärbten Sahnetorten, geschmückt mit dem Alter des Geburtstagskindes (in meinem Fall jetzt hier 54) und einer Kerze in der Mitte (meine komische Vorstellung). Diese Torten schmecken in der Regel auch nicht besonders gut. Klar isst das Auge mit, aber auch nur mit. Wichtig ist doch vorallem der Geschmack!? Und dieser Kuchen hat allen prima geschmeckt, es ist kein Stück übriggeblieben und auch optisch ein echter Hingucker.

Möhren-Kuchen

Rezept für 12 Stücke

Teig

2 große Möhren

50 g Marzipanrohmasse

1 Vanilleschote

150 g weiche Butter

150 g Puderzucker

1/2 Tl Zimt

1 Prise Salz

3 Eier

180 g Mehl

2 Tl Weinsteinbackpulver

etwas Butter und Mehl für die Form

Verzierung

1 mittelgroße Möhre

50 g Zucker

100 g Aprikosenkonfitüre

Teigzubereitung: Vanilleschote längst aufschneiden und das Mark auskratzen. Das Mark zusammen mit Butter, Puderzucker, Salz und Zimt in einer großen Schüssel etwa 10 Minuten mit den Quirlen des Handrührers cremig rühren. Jetzt die Eier nacheinander dazu schlagen und gut alles mit einander verrühren. Möhren schälen, reiben und mit den Händen den Saft auspressen. Die entsafteten Möhren untermischen. Marzipanrohmasse fein reiben, dazugeben. Nun das Mehl und Packpulver zusammenmischen und in drei Portionen ebenfalls dazu geben. Alles gut verrühren. Backofen auf 180 Grad (160 Grad Umluft) vorheizen. Die Form mit Butter bestreichen und Mehl etwas bedecken. Teig einfüllen, gleichmäßig verteilen und für 1 Stunde in den Ofen stellen. Nach 35-40 Minuten mit Alufolie abdecken. Den fertigen Kuchen etwa 10 Minuten ruhen lassen, dann stürzen und abkühlen lassen.

Verzierung: Möhre schälen und mit dem Sparschäler lange, feine Streifen ziehen. Zucker und 150 ml Wasser in einem Topf erhitzen, Möhrenstreifen dazu geben, aufkochen lassen und weitere 5 Minuten ziehen lassen. Jetzt die Aprikosenkonfetüre unter ständigem Rühren erhitzen.

Kuchenoberfläche mit der Aprikosenkonfetüre bestreichen und mit den abgetropften Möhrenstreifen beliebig dekorieren. Fertig! Guten Appetit!

Möhren-Kuchen2

Tipp:  Weinsteinbackpulver ist phosphatfrei und hinterlässt kein stumpfes Gefühl im Mund. Der Weinstein wird aus Rohweinstein Ablagerungen in Weinfässern gewonnen und ist somit ein natürliches Produkt, während Backpulver chemisch hergestellt wird. Achtung: Man sagt, dass man von dem Weinsteinbackpulver etwas größere Menge braucht, als von dem herkömmlichen Backpulver. Bis jetzt ist mir jedes Rezept gelungen.

Tipp: Ihr könnt die ausgeschabte Vanilleschote mit Zucker in ein verschließbares Glas geben – die Vanilleschote gibt ihr Aroma an den Zucker – so kommt ihr günstig an „Vanillezucker“.

Vanille

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s