Vitamin D ist kein Vitamin!

…sondern ein Hormon (streng genommen, ein Prohormon), welches unser Körper mit Hilfe von UV-Strahlen der Sonne zu etwa 80 – 90 % selbst produziert. Die Strahlen gelangen in unsere Haut und wandeln das 7-Dehydrocholesterin in das Vitamin D3. Die anderen 10 – 20 % müssen wir über unsere Nahrung aufnehmen. Vitamin D ist vor allem in fettigen Fischen, wie im Räucheraal enthalten. Aber auch in Pilzen, Lebertran, Austern, Milch, Eiern, Schmelzkäse, Hartkäse, Butter und Avocados. Der Körper braucht 20 µg (DGE), Säuglinge 10 µg täglich Vitamin D über unsere Nahrung. Unser Bedarf über die Nahrung steigt, je kürzer wir uns in der Sonne aufhalten. Nun hatten wir einen sehr „dunklen Winter“. Im Januar 2013 mit gerade mal 22 Sonnenstunden. Im Vergleich zum Vorjahr waren das immerhin 55 Sonnenstunden (Quelle: Deutscher Wetterdienst). Reichen Ernährung und Sonne aus, oder brauchen wir doch zusätzliche Präparate? Laut der DGE heißt es: „Die Einnahme von Vitamin D-Präparaten wird nur dann empfohlen, wenn die Versorgung weder durch die Ernährung noch durch die körpereigene Bildung zu verbessern ist. Personen, die sich bei Sonnenschein kaum oder gar nicht bzw. nur vollständig bekleidet im Freien aufhalten sowie Menschen mit dunkler Hautfarbe und ältere Menschen ab 65 Jahren zählen zu den Risikogruppen, die gegebenenfalls ein Präparat einnehmen müssen“ (http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=1245).

Aber wie komme ich auf das Thema? In den letzten Wochen hatte ich oft Heißhunger auf Avocados. Ich habe sie sogar fast täglich gegessen. Okay, ich mag Avocados, aber die Menge war sehr auffällig. Vielleicht hatte ich eine Unterversorgung an Vitamin D? Wenn wir auf unseren Körper hören, greifen wir intuitiv zu den Lebensmitteln, die unser Körper braucht.

Aber für was brauchen wir das Vitamin D?
Vor allem für gesunde Knochen. Vitamin D hilft unserem Körper bei der Calciumaufnahme. Ein Vitamin-D-Mangel kann bei Kindern zu Rachitis und bei Erwachsenen zur Osteoporose führen. Es gibt Studien, die belegen, dass das Vitamin D Tuberkulose-Erreger tötet. Eine Unterversorgung mit Vitamin D scheint nach bisherigen Erforschungen ein Risikofaktor für viele weitere Erkrankungen zu sein, wie z.B. Autoimmunkrankheiten (Diabetes Typ I), Bluthochdruck, viele Krebsarten, Sturzrisiko bei älteren Menschen, Demenz, Parkinson. Aber leider ist vieles wissenschaftlich (noch) nicht belegt.

Vitamin_D

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